Jasmin Etezadzadeh

Die deutsche Mezzosopranistin Jasmin Etezadzadeh wird für ihre warme, umfangreiche Stimme und für ihre wahrhaftigen Rolleninterpretationen geschätzt. Ihre Stimme ist breit gefächert.

Opernengagements führten sie unter anderem an das Staatstheater Oldenburg: Als Florence Pike unter der Regie von Lydia Steier in Brittens „Albert Herring“. Am Theater Magdeburg übernahm sie die Partie der Brigitta in der „Toten Stadt“ und in „Gianni Schicchi“ die Rolle der Zita als Einspringer, am Staatstheater Schwerin die der Olga.

2015 bei den Schlossfestspielen des Staatstheater Schwerin gestaltete sie die Partie der Annina aus „Traviata“ so besonders, dass „sie mit Ihrem sehr guten Gesang und ihrer verbindlichen Darstellung die kleine Rolle der Annina zur bedeutenden Mitgestalterin“ macht (Online Merker).
2013/14 sang sie die Partie der Hexe in „Hänsel und Gretel“ an der Opera Reims, am Theatre Calais, am Theatre Arras und als Gast am Volkstheater Rostock.
Am Theater Regensburg sammelte sie direkt nach dem Studium 2009/10 bis 11/12 ihre ersten wichtigen Repertoirepartien, wie zum Beispiel: Hänsel, Orlowsky, Lucretia / Britten, Rosina und Cherubino.
Studienbegleitend engagierte sie das Staatstheater Mainz von 2003-2009 für das jungen Ensemble. In diesem Rahmen bekam sie die Möglichkeit mit Regisseuren und musikalischen Leitern wie zum Beispiel Peer Boysen, Felice Venanzoni, Gottfried Pilz, George Delnon, Arila Siegert, Cathrine Rückwardt und Anouk Nicklisch zu arbeiten. 2010 kehrte sie als Cherubino zurück.
Von 2007/08 bis 2008/09 übernahm sie an der Oper Frankfurt kleine Partien und Produktionen für Kinder, zum Beispiel unter der musikalischen Leitung von Constantinos Carydis oder unter der Regie von Katharina Thoma.
Gefördert wurde ihr Studium durch verschiedene Stipendien, u. a. der „Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz“ und der Johannes Gutenberg Universität. Die wichtigsten Förderungen waren das Stipendium von Schott Music in einer Kooperation der Landesbank Rheinland Pfalz sowie ein Stipen-dium des Richard Wagner Verbandes.
Am Volkstheater Rostock sang sie 2013 als Gast in einer Uraufführung namens „Happy Birthday Mr. President“ die Partie der Jackie Kennedy von K. Rusmann.
In einer Filmsequenz, einer Filmdokumentation über Marianne von Werefkin, die auf 3Sat ausgestrahlt wurde, sang sie Arien und Szenen aus der „Norma“ von V. Bellini.

Konzerttätigkeiten führten sie unter anderem an die Philharmonie Berlin. Dort sang sie die „9. Sinfonie“ von Beethoven. Auf Einladung der Musikalischen Akademie Stuttgart gab sie die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ von G. Mahler im Neuen Schloss Stuttgart, „…mit viel Sinn für Dramatik, sehr intensiv im Ausdruck und mit wunderbar geschmeidiger Stimme…“ (Allgemeine Zeitung). Unter der Leitung von W. Humburg sang sie „L´Arlesiana“ von Cilea. Sie konzertierte mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung A. Rasileinen und sang am Teatre Principal de Palma unter der Leitung von A. Bergius mit der Bayrischen Kammerphilharmonie. Im November 2013 kehrte sie zu einem weiteren Konzert nach Mallorca zurück.

Sie war Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Dazu gehörte der internationale Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg, der Neustädter Meistersinger Wettbewerb und sie war Semifinalistin des internationalen Competizione dell´opera in Dresden.

Die wichtigsten Stationen im kurzen Überblick:
2014/15-16/17: Solistin Volkstheater Rostock
2012-2014: Solistin Freischaffend: Staatstheater Oldenburg, Staatstheater Schwerin, Theater Rostock, Festival Sediers, Theatre Reims, Theatre Calais, Theatre Arras
2009/10-2012: Solistin Theater Regensburg
2009: Abschluss Diplom Operngesang K. A. Musikhochschule Johannes Gutenberg Universität Mainz
2007-2009: Oper Frankfurt Kinderopern und kleine Partien
2004: Münchner Bienale, Festival D´Automne Paris an die Opéra National.
2003/04-08/09: Staatstheater Mainz Junges Ensemble
2003-2009: Gesangsstudium Musikhochschule Johannes Gutenberg Universität Mainz
1999-2002: Schauspielschule Theaterwerkstatt Mainz
1097-1999: Theaterwerkstatt Heidelberg Schauspielkurs
1997: Abitur Waldorfschule Darmstadt