Jevgenij Taruntsov

Duca di Mantova

Der Tenor Jevgenij Taruntsov wurde 1975 in Tschernigov (Ukraine) geboren und studierte Klarinette bei Prof. Kalio Mühlberg sowie Gesang bei Prof. Nikolaj Ogrenitsch am Neshdanova-Konservatorium in Odessa. Im Jahre 2001 nahm er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin ein Gesangsstudium bei Reiner Goldberg auf und besuchte 2002 Meisterkurse bei Inge Borkh und Dietrich Fischer-Dieskau. Wichtige Anregungen während seines Studiums erhielt er auch von dem Dirigenten Edwin Scholz. Jevgenij Taruntsov arbeitete als Klarinettist und Soloklarinettist u.a. beim Philharmonischen Kammerorchester Odessa und ist auch als Komponist von Instrumental- und Bühnenwerken hervorgetreten. In den Spielzeiten 2005-2007 war Jevgenij Taruntsov am Bremer Theater engagiert, wo er unter anderem als Rodolfo in „La Bohème“, Herzog von Mantua in „Rigoletto“, Don José in „Carmen“, Gardefeu in „La vie parisienne“, Melot in „Tristan und Isolde“, Belfiore in „La finta giardiniera“ sowie als Bastien in „Bastien und Bastienne“ zu hören war. Gastengagements führten ihn an die Deutsche Staatsoper Berlin („Die Nase“ von Schostakowitsch), ans Stadttheater Klagenfurt (Hermann in „Pique Dame“) sowie an das  Mecklenburgische Staatstheater Schwerin (u.a. Don José in „Carmen“ und Boris in „Katha Kabanova“). Seit Beginn der Saison 2007/08 ist er Ensemblemitglied am Saarländischen Staatstheater, wo er in seiner ersten Spielzeit als Alfredo in „La Traviata“ und Dymchenko in der Deutschen Erstaufführung der Oper „Eis und Stahl“ erfolgreich war. 2008 sang Jevgenij Taruntsov den Don José in „Carmen“ am Teatro Coccia in Novara sowie in Saarbrücken, wo er in der Spielzeit 2008/2009 für die Titelpartie in der Europäischen Erstaufführung der Oper „Der erste Kaiser“ von Tan Dun verpflichtet wurde, des weiteren Camille de Rosillon in „Die lustige Witwe“, Narraboth in „Salome“ sowie erneut Don José singt. Für letztere Partie wurde er auch von der Staatsoper Zagreb zu Gastauftritten verpflichtet. Im April 2009 sang Jevgenij Taruntsov am Teatro Coccia in Novara die Uraufführung der Oper „La Zingara Guerriera“ von Paolo Limiti. In der Spielzeit 2010/2011 interpretierte er in Saarbrücken Don Ramiro in Rossinis „La Cenerentola“ sowie den Paris in „Die schöne Helena“ von Offenbach, in der folgenden Saison Pinkerton in „Madama Butterfly“, Tebaldo in „Romeo und Julia“ sowie Lenski in „Eugen Onegin“.  Von den Léhar-Festspielen in Bad Ischl wurde er für die Partie des Joszi in „Zigeunerliebe“ engagiert. Dort wird er auch 2013 in „Wo die Lerche singt“ zu hören sein. Am Staatstheater Saarbrücken singt er in der Spielzeit 2012/2013 weiterhin den Lenski, außerdem Faust in „Fausts Verdammnis“ und den Herzog in „Rigoletto“.